Monat: März 2013

Der Sohn – 2.Fortsetzung

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Der Sohn

Tom war verstört.

Seit dem Anruf saß er bewegungslos auf dem Küchenstuhl.

Kurz bevor er das Haus verlassen wollte, hatte das Telefon geklingelt. Seltsam, er ging sonst nie ran, wenn er auf dem Sprung war, doch irgendetwas hatte ihm gesagt, dass es wichtig sei.

Und nun wusste er, dass seine Mutter gestorben war.

Die Frau, mit der er seit Ewigkeiten nicht gesprochen hatte. Die er im Stich gelassen und sich lieber ein Leben fernab ihrer Welt aufgebaut hatte.

Plötzlich fiel ihm auf, dass es längst dunkel geworden war. Stundenlang musste er hier gesessen haben.

Er stand auf und ging ans Fenster. Doch was er sah war nicht das abendliche Treiben vor seiner Tür, sondern eine komplett andere Zeit.

Eine Zeit, in der Angst sein ständiger Begleiter war.

Und nun wurde ihm mit aller Wucht bewusst, dass er durch seine Angst seine eigene Mutter im Stich gelassen hatte.

Was wäre, wenn er bei ihr geblieben oder zumindest für sie da gewesen wäre? Sich seiner Panik vor diesem Ort gestellt hätte?

All diese Fragen wirbelten durch seinen Verstand.

Doch es war zu spät – Er hatte sie verloren.

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7 Seelen

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Mit etwa 15 Jahren geschrieben und nun wiedergefunden 😀

Ich will erzählen

Von meinen sieben Seelen

Die 1. Ist mutig,

die 2. Eher zweifelnd,

die 3. Will kämpfen,

die 4. Ist traurig,

die 5. Will Liebe,

die 6.hasst sich,

die 7. Weiß gar nichts,…

doch zusammen ergeben sie mich

Basti

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Seit deiner Geburt bist du unendlich wichtig für mich.

Seit ich wusste, ich bekomm einen kleinen Bruder, habe ich mich auf dich gefreut.

So oft hast du mich zum Lachen gebracht, auch wenn mir nicht danach war.

Nie haben wir richtigen Krach, wie so viele andere Geschwister. Wir halten wirklich immer zusammen, und das ist das Schönste, das ich mir vorstellen kann.

Du bist eben der Ehrwürdige Sebastian.:-)

Du bist der Teil in meinem Leben, der auf keinen Fall fehlen darf!

So manches Mal hab ich meine Schüchternheit  überwunden um bei dir zu sein. Wenn ältere Jungs dich nicht aus der Scheune lassen wollten und ich sofort zu dir wollte.

Oder als mein kleiner Bruder auf Kur aufhörte zu weinen, weil er bei mir war und auf meinem Schoß saß und mit mir essen wollte und andere über dich meckerten. Ich sprang über meinen Schatten und verteidigte dich. Weil es um dich ging!

Für keinen anderen Menschen würde ich sofort meine Hand ins Feuer legen, nur für dich. Das ist eine einfache Tatsache.

Da sind so viele Bilder und Momente in mir eingebrannt, mein Basti mit der Holzstange vom Bett, mit der er mich haut, wie wir zusammen albern und spielen, wie wir zusammengekuschelt Bücher angucken..

Und auch jetzt freue ich mich über die Zeit, die wir zusammen verbringen.

Eins ist ganz klar, egal was du je getan hast oder tun wirst, ich werde immer hinter dir stehen, oder auch vor dir, wenn es nötig ist, immer zu dir halten und dich gegen alles verteidigen.

(Auch wenn du es inzwischen längst nicht mehr brauchst, dass deine Olle dir beisteht).

Und auch wenn manch einer sagt du sprichst schlecht von mir, niemals werde ich demjenigen glauben! Das weißt du hoffentlich!

Denn so wie ich zu dir halte, so stehst du auch hinter mir. Das war immer so und wird immer so sein!

Ich liebe meinen Bastus ❤

Deine Olle

Fantasie

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Jeder hat in seiner Jugend wunderschöne Schlösser und riesige Drachen erstehen lassen, Puppen und Autos erweckt und komplette Welten vor seinen Augen erbaut.

Mit der Zeit jedoch verlieren alle diese Gabe.

Sie werden älter, haben den ersten Freund, finden einen Job, gehen auf Partys, genießen ihre wirkliche Welt und merken gar nicht, wie langsam etwas aus ihrem Leben verschwindet.

Fast alle.

Denn dann sind da noch einige Wenige, die sich diesen winzigen Funken bewahren, ihn nähren und so immer mit dieser anderen Wirklichkeit verbunden sind.

Genau diese geben ihre Fantasie niemals auf, lieben und erleben Abenteuer und Märchen und wissen, dass es das alles wert ist.

Auch wenn in der Schule über sie gelacht, im Büro über sie der Kopf geschüttelt wird und sie auch in späteren Jahren nur ein „Du wieder“ hören und belächelt werden.

Und wofür?

Weil sie wissen, um wie vieles ärmer die Welt ohne eben diese andere Welt wäre.