Monat: Februar 2014

Ungelogen

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Ungelogen,

in meinen Träumen bin ich schon so unendlich weit geflogen,

habe Dinge gesehen,

die würd kaum jemand verstehen.

Doch werde ich wach

Und sehe mich um,

bin ich wieder schwach,

und um mich herum,

alles ist wie es war, traurig und unheimlich klar.

Fühle mich klein und verloren,

wie umsonst geboren.

Sehe keinen Sinn,

suche ihn immer weiter, doch wo führt mich das noch hin.

Keine Antwort auf die falschen Fragen.

Schreie und weine, doch niemand hört mein Klagen.

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Der Wunschbaum

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Für meinen Papa zum Geburtstag ❤

Jeder hat Wünsche.

Ob nun groß oder klein, wichtig oder nichtig.

Ob es die Gehaltserhöhung oder der Neuwagen ist, mehr Glück in der Liebe oder einfach weniger Gewicht auf der Waage.

Ein Jeder hat etwas, dass er begehrt.

Auch, oder gerade jene, die das Gegenteil behaupten.

Denn tief im Innern wünscht ein jeder.

Bei all der Habgier und all dem Schlechten in der Welt gab es einem Ort, an dem nichts Böses sein Werk tat. Abgelegen, inmitten eines Tals lag der wundervolle Wald der Stille.

Er hieß so, nicht, weil hier allumfassende Stille herrschte, nein. Die Tiere und all die anderen Wesen die hier hausten, waren laut genug.

Doch sobald jemand ihn betrat, wurde er nicht mehr von seinen unzähligen Gedanken und Problemchen gequält. Stattdessen war dort reine Stille und nur das Herz konnte man vernehmen. Lauter als je zuvor.

Und wer es schaffte, den Wald zu durchqueren, ohne vor Angst vor den Bewohnern wegzulaufen, und sein wahres Ich zu ertragen, der konnte es bis zum Mittelpunkt schaffen. Im wahrsten Sinne  dem Herzen des Waldes.

Dort stand er, der Wunschbaum. Ein kleiner, etwas zierlicher Baum mit weiß schimmernder Rinde und zarten hellgrünen Blättern.

Und leise sang er sein Lied:

„Und bist du auch noch so reich,

ohne Liebe bist du arm.

Denk an meine Worte,

ich will dich nur warn´.“

Seinen Namen trug er nicht umsonst, nein. Wer tatsächlich bis zu ihm durchdrang, auf die Lichtung trat und ihn sah, dem verschlug es die Sprache.

Wenn er auch noch so zart war, ging von ihm etwas aus, eine Woge der Hoffnung, dass sich alles zum Guten wenden konnte.

Die Hand auf seinen Stamm legend, sprach man einen Wunsch, den aufrichtigsten, den man fühlte und sogleich spürte derjenige, das etwas anders wurde.

Kehrte er heim, so fand er seinen Wunsch wahr geworden.

Denn das Bäumchen erfüllte diesen einen Wunsch.

Doch entstand daraus nur etwas Gutes, wenn es sich um einen wahrhaft selbstlosen Herzenswunsch handelte.

Wer sich allerdings tief im Inneren Unmengen an Reichtum für sich gewünscht hatte, um alles besitzen zu können, nun, der würde erhielt diesen Reichtum. Doch um welchen Preis?

Er würde verwelken, vertrocknen, bei lebendigem Leib. Denn seine Habsucht würde ihn auffressen, die pure Gier würde zum Urteil.

Wünschte sich jemand stattdessen, ein anderer möge endlich gesund werden, Heilung erfahren, oder Frieden, so wurde ihm diese Selbstlosigkeit zum eigenen Lohn.

Denn der Baum belohnte auch ihn mit eigener Gesundheit und mit innerer Zufriedenheit.

Lohn, wem Lohn gebührt.

Doch durch die vielen schlechten Herzen der Menschen kam es, dass viele den Baum hassten, obwohl es ihre eigene Schuld war, was aus ihren Wünschen wurde.

Manche wollten ihn gar zerstören. Zerhacken, verbrennen.

Doch der Wald, in dem der Wunschbaum stand, ließ diese Menschen niemals wieder aus seinen Tiefen entkommen. All die Kreaturen und alles, was da kreuchte und fleuchte, schützte den wertvollen kleinen Baum.

Sein Herz.

Und dies spiegelte den größten Wunsch des Baumes wider, selbstlos zu schützen, was einem am meisten am Herzen liegt. Denn Liebe ist es, was wir alle brauchen. Ohne sie verdorren wir.

Drum sollte jeder handeln, wie er es aus tiefstem Herzen wünscht. Auch, wenn er den kleinen Baum niemals finden sollte.