Xanthos – Das Ende

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​Steine sind etwas besonderes, stark,  ein Mineral, sie wandeln sich, altern und können sogar wandern. 

 Und so wie die Jahre vergingen, 

so ging Xanthos mit ihnen. Ob aus Fleisch und Blut oder in anderer Zeit aus Stein. 

Es hatte so manche Veränderungen gegeben. Seine Einsamkeit hatte ihn fast wahnsinnig gemacht,  denn nach all den Jahrhunderten hatte die Begegnung mit einem einzelnen kleinen Jungen alles für ihn verändert. Plötzlich war ihm die Leere an seiner Seite wie ein riesiges Loch vorgekommen. 

Doch nicht nur für den Löwen war dieses Treffen voller Nachhall.    

Arvo war an jenem Abend heim gegangen und führte sein Leben von da an ein klein wenig anders weiter.                   

Er ging natürlich weiterhin mit seiner Familie in die Kirche, machte seine Aufgaben und half seiner Mutter, wann immer es zwischen Lernen und Schule möglich war. 

 Abends jedoch, besonders als er größer wurde, lief er so schnell es ging zum alten Krankenhaus und stieg hinauf zu dem alten Wächter. 

Arvo hatte all die Jahre ein klares Ziel vor Augen. Ja,  nach wie vor wollte er Priester werden und in der Kirche der Gegend arbeiten, den Menschen helfen.  Gleichzeitig hatte er aber vorallem einen besonderen Gedanken im Kopf,  der einst auf dem Dach bei Xanthos entstanden war. 

Diesen setzte er dann auch um. 

Kaum das er seine Priesterweihe geschafft hatte, trat er sein Amt an.

Zwei Dinge tat er nach der ersten Predigt.                                                

Zum Einen zog er ins Pfarrhaus der Gemeinde ein und zum Anderen holte er seinen treuesten und ältesten Freund an einen Ort,  der diesem zustand, seiner wahrlich würdig  war.
So wachte Xanthos fortan vom Sims einer riesigen Kirche aus über die Umgebung.

 Und über seinen liebsten Menschen,  Arvo.

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2 Kommentare zu „Xanthos – Das Ende

    Enibas sagte:
    31. Juli 2016 um 18:56

    Sehr gut gelungen – ich hatte es bildlich vor Augen 🙂

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