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Leid und Lachen

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Eines Tages werd ich’s besiegen,

gegen sich selbst geht zuende der Krieg,

der Angst und dem Grauen werd ich dann nie wieder erliegen,

trotz Narben und Wunden erringe ich letztendlich den Sieg.

Lachen trotz seelischem Leid,

meine ganz persönliche Lektion im Leben an jeden Tag so gut ich es vermag,

das lernt man auf diesem Weg mit der Zeit,

webe mir aus Wörtern mehr und mehr ein schützendes Kleid, dass ich stets bei mir trag.

Niemals aufgeben ist zwar oft unendlich schwer,

kostet viel Kraft und Müh‘,

doch gewinnen will ich diesen Kampf so sehr,

dass ich innerlich vor Feuer glüh‘.

Passieren im Leben auch noch so viele schwere Dinge,

so wiegen dagegen all die kleinen Freuden umso mehr.

Wenn ich einfach bei meinen Lieben bin oder ein Lächeln von ihnen erringe,

so genieße ich jeden schönen Moment und dadurch das Leben sehr.

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Xanthos Teil 4

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​Kaum hatte er Xanthos entdeckt, lief der Kleine lächelnd zu ihm und sagt:

 „Katze,  schau mal“.     

Ein Lächeln huschte über das pelzige Gesicht des Löwen,  als er den Kopf senkte und sich von seinem Besucher an der Mähne zu dessen Bau führen ließ.  

Stolz zeigte der Junge ihm jede Kleinigkeit und setzte sich dann neben seinen neuen Freund. 

Irritiert von dem kleinen Menschen an seinem Fell fragte Xanthos ihn,  wie er  denn hieße.  Ohne von den riesigen Tatzen vor ihm aufzublicken aufzublicken, antwortete dieser “ Arvo“. 
„Gut Arvo, es war toll ,  dass du hier gewartet hast,  aber nun musst du schnell nach Hause. Deine Eltern vermissen dich bestimmt schon. “
Der Junge sah nachdenklich zu Xanthos auf und nickte dann zustimmend. 
Nachdem er sich mit der Umarmung eines riesigen Vorderbeins von ihm verabschiedet hatte, lief Arvo munter hinaus und verschwand rasch um die nächste Straßenecke. 

Der Löwe wachte von den Dächern aus über seinen sicheren Heimweg und kehrte dann in sein eigenes kaltes Zuhause zurück. 
Während er auf dem Sims des Gebäudes saß und einen letzten Blick auf die Stadt warf,  dachte er wie passend doch der Name des Kleinen war. Arvo bedeutete in alter Zeit wertvoll. Mit diesem Gedanken wurde Fell zu Stein.
Regen perlte  von den Scheiben  und malte Staubblüten in den Dreck von Wochen,  wenn nicht gar Monaten. 

 Seit Tagen rührte sich der große Löwe kaum von seinem Platz.

Doch das war auch nicht nötig,  denn die Gegend ringsum war wie ausgestorben. 

Bis auf einige fette Ratten und  hin und wieder einem Obdachlosen auf der Suche nach einem Schlafplatz war keine Seele zu sehen oder auch nur zu hören. 

So hatte Xanthos genügend Zeit, sein langes wachsames Leben zu bedenken. 

Nicht, dass er es bereute,  es so zu führen,   nur  wollte er nicht länger einsam sein.

Verborgene Worte Teil 1

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„Sebaaastiaaan“ schalte es durch das ansonsten stille Haus. Doch der Gerufene reagierte nicht, denn er konnte es garnicht hören. Mal wieder.
Seufzend machte sich seine Mutter Rita auf den Weg nach oben, um ihn auf diesem Wege zum Essen zu holen.
Als sie die Tür öffnete, schwappte laute Musik wie eine Welle über sie hinweg.
Inmitten eines Chaos aus Zeitschriften, Büchern und Papieren saß ein junger Mann, der vollkommen in sein Tun versunken zu sein schien.
Da sie keine Lust hatte, gegen die dröhnenden Bässe anzubrüllen, schaltete seine Mutter kurzerhand die komplette Anlage aus.

„Ständig muss ich dir hinterher laufen, dabei weißt du genau, wann es hier Essen gibt“, schimpfte Rita. „Also setz dich in Bewegung“. Sebastian hob den Kopf und sah sie aus strahlend grünen Augen an. Dann nickte er und wandte sich wieder seiner eigenen Welt zu.

Später am Nachmittag verdrückte sich er so schnell es ging und rannte nach oben.
Hinter seiner Schlafzimmerwand befand sich sein Heiligtum.

Buchstabenmeer

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Gebleichte Haut voll Pigment,       
erhält so ein unendlich altes Kontingent. 

Unscheinbares Gewand, 
doch strahlend schön,

ging schon durch manche Hand,
von dunkel bis leuchtend erhellt,

bietet Halt in dieser so rasenden Welt,
auf das im Geist ein wenig Ruh ertön‘.                                        
    
Birgt zwischen den Deckeln alles unterm Himmelszelt,
hat die Antwort auf jede Frage,  selbst wenn noch ungestellt.               

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Trotz hohem Alter stets neu erwacht‘,      
widersteht mit stillem Worten aller Zeit,
was je von Menschenhand erdacht‘,                                               
hält für jeden schier endloses Wissen bereit.

Das Wahre

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In dieser schnellen Welt,
zählt für fast alle nur das, was man selbst erhält.
Doch seht stattdessen den wahren Wert dieses Lebens,
das Schöne des bedingungslosen Gebens und nicht das eigennützige Fordern, immerzu gierigen Nehmens.

Wenige erkennen das Herz hinter der Fassade,
sehen das Echte in diesem Meer emotionaler Blockade,
fühlen die Liebe der verwandten Seele,
die Gefühle, ein ganzes Heer,
ihre Kraft und das bleibende Glück, auf das man nichts davon verheele.

Zueinander stehen, bis zum letzten Tag,
Durch gut und bös‘, was auch immer da noch kommen mag.

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Der Berg -Teil 1-

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Hoch und immer höher stiegen die Berge vor seinen Augen auf. Hatte er eine der Spitzen erreicht, so türmten sich vor ihm noch mächtigere Steinformationen auf.

Gipfel um Gipfel erhob sich ein Massiv am Horizont, das seinesgleichen suchte.
Seufzend betrachtete Martin den Boden zu seinen Füßen.
Nur wenig gedieh in dieser Höhe, lediglich bräunliches Moos und einige zähe Sträucher krallten sich hartnäckig in den steinernen Untergrund.

Mit Mühe riss er seinen Blick los und machte sich wieder an den Aufstieg. Dabei sah er immer nur direkt auf den Fels vor ihm.
Denn zu weit hoch oder runter zu blicken brachte nichts gutes, dass hatte er schon vor Stunden gelernt. Erneute Schwindelgefühle wollte er nicht riskieren.

Nach und nach arbeitete sich Martin vor und zog sich schließlich auf eine herausragende Plattform.
Hier konnte er sich zumindest kurzfristig ausruhen, denn durch die immer dünner werdende Luft atmete er seit einiger Zeit viel angestrengter als nzuvor.nature-landscape-mist-sunset-mountain-valley-horizon-cliff-clear-sky-rock-1920x1200

Obwohl er nach wie vor kurzatmig und erschöpft war, erklomm er eine Viertelstunde später schon die nächste Hürde.

Als er einige Stunden später mitten an einer fast senkrechten Wand hing und vom eisigen Wind regelrecht festgesaugt wurde, war er am Ende seiner Kräfte.
Nur die Stürme hielten ihn noch an Ort und Stelle. In dem Moment, als er den Blick hob, um seinen weiteren Weg abzuschätzen, drehte jedoch der Wind.
Aus dem hilfreichen Begleiter wurde Lebensgefahr.

Ehe er sich versah, riß ihn die geballte Kraft des Sogs los und mit sich fort. Umherwirbelt stürzte Martin hinab.

Obwohl es nur Sekunden dauerte, kam es ihm doch wie eine Ewigkeit vor.
Es war, als würde er als außenstehender Beobachter den Fall in die Tiefe mit ansehen, nur mit einem vagen Gefühl von Interesse an dem armen Subjekt.

Feuer

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Feuerflügel, brennend und heiß,
durchbrechen die Nacht und schmelzen jedes noch so kalte Eis.
Federn voller Kraft,
erheben sich zu den Stern‘,

erforschen Tag und Nacht mit Bedacht der Dinge wahren Kern‘.
Der Schutz der Flammen,
dient der Hitze Sproß,
aus Asche zu neuem Leben gelangen,
Sich nicht in den Netzen des Unglücks verfangen.